Was ist Systemisches Konsensieren?

Was ist Systemisches Konsensieren (SK)?

Systemisches Konsensieren ist ein besonderer Weg der gemeinsamen Entscheidungsfindung oder Entscheidungsvorbereitung. Als „Konsensieren“ bezeichnen wir den kreativen Prozess der Suche nach der bestmöglichen Näherung an den Konsens, also nach der größtmöglichen Übereinstimmung unter Menschen. „Systemisch“ nennen wir den hier beschriebenen Prozess deshalb, weil er systembedingt zu einem konstruktiven und kooperativen Verhalten aller Beteiligten führt, ohne von ihrem guten Willen oder sonstigen Eigenschaften abhängig zu sein.

Was zeichnet diese Methode aus?

Entscheidungen durch Systemisches Konsensieren

– erzeugen weder Sieger noch Besiegte
– erhalten die geringste Ablehnung in der Gruppe
– werden somit von der Gruppe am leichtesten getragen
– wirken daher konfliktlösend
– beziehen alle Betroffenen in den Prozess der Lösungssuche und auch in den Entscheidungsprozess mit ein
– fördern die Kreativität aller Beteiligten
– kommen dem Konsens und somit dem idealen Interessenausgleich am nächsten
– eignen sich daher als Problemlösung am ehesten

von http://www.sk-prinzip.eu

Für das bessere Verständnis zum Grundprinzip ein praktisches Beispiel

In einer Gruppe entscheidet man üblicherweise aus einer Auswahl von Möglichkeit nach dem Mehrheitsprinzip. Dabei stimmt jeder für den bevorzugten Vorschlag ab und der mit den meisten Befürwortern gewinnt.

Zum besseren Verständnis betrachten wir folgendes einfache Beispiel.
Vier Freunde wollen gemeinsam Essen gehen und versuchen sich auf ein Restaurant zu einigen.

Nach dem Mehrheitsprinzip entscheiden sich die Freude zum Griechen zu gehen.
Mögliche Einwände bleiben unberücksichtigt und stehen einem unbekümmerten Abend im Weg.

Für welches Restaurant würde sich die Gruppe mit dem SK-Prinzip entscheiden?

Im Gegensatz zum Mehrheitsprinzip misst man beim SK nicht die Zustimmung in der Gruppe, sondern den Widerstand für die einzelnen Vorschläge. Die Teilnehmer bewerten sie mit den gefühlten Widerstandsstimmen (W-Stimmen) auf einer Skala von Null bis Zehn.
0 W-Stimmen bedeutet dabei: Ich habe keine Einwände.
10 W-Stimmen bedeutet: Dieser Vorschlag ist für mich unannehmbar.
Die vier Freunde versuchen nun die Entscheidung für das Restaurant auf diese Weiße zu fällen.

Die vier Freunde entscheiden sich nach dem SK-Prinzip italienisch Essen zu gehen.

Mit dem Systemisches Konsensieren findet sich die Lösung mit dem geringsten Gruppenwiderstand.
Man könnte auch sagen, die Gruppe hat sich für den Vorschlag mit der größten Gruppenakzeptanz entschieden.

Für mehr Informationen empfehle ich folgende weiterführende E-Books:
Einführung-in-systemisches-Konsensieren

Die-Schwächen-des-Mehrheitsprinzips-1

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